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Widerlegung der Thesen Dawkins

Vortrag Univ.-Prof. Dr. Rudolf Langthaler

St. Pölten, 10.03.2016 (dsp) Im Oktober 2015 erschien im Fachverlag Karl Alber die Monographie von Herrn Univ. Prof. Dr. Rudolf Langthaler „Warum Dawkins Unrecht hat“, die er selbst als „Streitschrift“ tituliert. Vor einem philosophisch interessierten Publikum entwickelte Langthaler, der Univ. Professor und Institutsvorstand am Institut für christliche Philosophie an der Wiener Kath. theol. Fakultät ist, in der Aula der Hochschule seine profunde Widerlegung der Thesen des englischen Evolutionsbiologen Dawkins und anderer Vertreter des Neuen Atheismus.

Die missionarische Polemik dieser atheistischen Thesen kamen ebenso zur Sprache wie der fragwürdige Standard der Religionskritik, die gerade dem Christentum Positionen unterschieben will, die bestenfalls wissenschaftsfeindlichen und fundamentalistischen Zugängen aus dem evangelikalen Raum zugeordnet werden können.

Unter dem Vorzeichen der naturalistischen Absolutsetzung der naturwissenschaftlichen Methode bei Dawkins komme es zu einem atheistischen Kurzschluss, weil die Gottesfrage mittels dieses Zugangsprinzips zur Wirklichkeit überhaupt nicht adäquat verortbar sei. Die Kategorie der „Wahrscheinlichkeit“ gegen die Existenz Gottes bei Dawkins widerlegte der Vortragende philosophisch profund unter ausführlicher Bezugnahme auf I. Kant.

Auch der evolutionistische Einwand gegen den christlichen Schöpfungsbegriff gehe ins Leere, weil die Alternative eben nicht zwischen einem wissenschaftsfeindlichen Kreatianismus und einem wissenschaftsgläubigen Evolutionismus verlaufe, wie dies Dawkins darlegen möchte, der nur die zeitliche Abfolge als Kategorie für Gottes Schöpferwirken kennt und die Ebene so verfehlen muss. Die philosophische Auseinandersetzung, so der Vortragende, mit diesen unhaltbaren Positionen ist wichtig und notwendig, weil sie die geistige Mentalität weiter intellektueller Kreise heute prägt.