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Podiumsdiskussion zur „Inspiration Barmherzigkeit“

Göttweig, 08.10.2016 (dsp) Mit einer Podiumsdiskussion schloss der von unserer Hochschule u.a. Partnern unterstützte Familienstudientag „Inspiration Barmherzigkeit“ des neu gegründeten Niederösterreichischen Landesverbandes katholischer Elternvereine im Stift Göttweig ab.

Abt Mag. Columban Luser OSB vom Stift Göttweig, Univ.-Prof. i.R. Dr. Rotraud A. Perner MTh von der evangelischen Hochschulseelsorge NÖ, Mag. Michaela Schauer vom NÖ Landesverband Katholischer Elternvereine, Prof. Mag.theol. Dipl.-Psych. Dipl.-Päd. Bernhard Schörkhuber MAS von der KPH Wien/Krems und LAbg. Mag. Lukas Mandl vom Niederösterreichischen Akademikerbund suchten dabei nach den Perspektiven der Barmherzigkeit in Alltag, Familie, Schule, Wirtschaft und Politik. Es moderierte Martin Gebhart, Chefredakteur der NÖN.

Abt Columban brachte eingangs die Flüchtlingskrise als Beispiel der gelebten Barmherzigkeit wie Unbarmherzigkeit und postulierte die Fürsorge für Flüchtlinge als einen Imperativ der Nächstenliebe. Prof. Perner plädierte in diesem Zusammenhang für Mut zur Barmherzigkeit, den es in der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung um diese Barmherzigkeit alle Hilfebedürftige auch brauche. Prof. Schörkhuber, der auch an unserer Hochschule lehrt, weiß zu berichten, dass z.B. die interreligiöse Kooperation in pädagogischen Bereich, etwa an der KPH Krems, ausgezeichnet funktioniere und auf dieser Basis gemeinsame Werte, wie gesucht und gelebt werden können.
Landesverbandsobfrau Schauer schlägt die Brücke zwischen Schule und Familie und meint, dass es ihr wichtig ist, dass die Kinder in den Schulen Barmherzigkeit erfahren und so lernen, sie auch weiterzugeben, um zu starken Erwachsenen zu werden; Barmherzigkeit soll in allem sichtbar sein, was Schule ausmacht: von der Didaktik bis zur Schulpartnerschaft. Als Vorsitzender des Europa-Ausschusses des Niederösterreichischen Landtags bezog er sich auf einen der Gründerväter der Europäischen Union, Robert Schuman, der für die katholische Kirche als Vorbild für den Ausdruck moralischer Werte in der Politik gilt und für den auch galt, dass man die Ohrfeigen, die man im politischen Diskurs einstecken muss, nicht zurückgeben soll.

In Vertretung des Diözesanbischofs und Trägers unserer Hochschule, DDr. Klaus Küng, nahmen Bischofsvikar Dr. Helmut Prader und Prof. Dr. Josef Spindelböck an der Veranstaltung teil.