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Neuaufbruch der Kirche aus Bibel und Liturgie: Pius Parsch und das II. Vatikanische Konzil

Pius Parsch

St. Pölten, 10.06.2016 (dsp) Das II. Vatikanische Konzil prägt die Kirche. Viele Dokumente wurden jedoch nicht erst in der Konzilszeit vom weißen Blatt weg verfasst, sondern haben eine längere Vorgeschichte. So auch Sacrosanctum Concilium, die Konstitution über die heilige Liturgie. In diese Vorgeschichte der Konstitution und das Leben und Wirken ihres Urhebers führte Dr. Andreas Gottlieb Redtenbacher CanReg, Professor für Liturgiewissenschaft an der Hochschule Vallendar und Direktor des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg im Rahmen eines Vortrag an unserer Hochschule ein.


Der Österreicher Pius Parsch (1884-1954) aus dem Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg zählt zu den großen Reformtheologen und Protagonisten der Liturgischen Bewegung in der Zeit vor dem II. Vatikanischen Konzil. Sein Name und sein Lebenswerk steht in einer Reihe mit Odo Casel OSB, Romano Guardini und Joseph Andreas Jungmann SJ. Er gilt als der „Vollender“ der Liturgischen Bewegung, die erst durch ihn das Leben der Kirche in ihrer ganzen Breite in den konkreten Gemeinden erreicht hat. Er selbst nennt seinen Beitrag „Volksliturgische Bewegung“. Seine in 17 (!) Sprachen übersetzten Werke gaben ihm eine internationale Bedeutung. Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) urteilte noch als Kardinal im Jahr 2004: „Man macht sich heute kaum noch eine Vorstellung von der Bedeutung, die die Werke von Pius Parsch in den 20er bis 40er Jahren hatten – sie hatten entscheidend das liturgische Bewusstsein der ganzen Kirche geformt!“ Sein Einfluss auf die Liturgiekonstitution des Konzils ist heute unbestritten, sein Lebenswerk bietet auch für den heutigen Vollzug der Liturgie eine wertvolle Sinnreserve.

Link zum Pius-Parsch-Institut Klosterneuburg:

https://www.stift-klosterneuburg.at/stift-und-orden/aufgaben/wissenschaft/pius-parsch-institut/