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Gastprofessor Spindler: Summe der politischen Ideengeschichte

Prof. Dr. Wolfgang Hariolf Spindler

St. Pölten, 11.01.2016 (dsp) Wolfgang Hariolf Spindler wirkt im laufenden Studienjahr 2015/2016 als Gastprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten (PTH). Am kommenden Donnerstag, den 14. Jänner, bietet der Dominikanerpater eine Zusammenfassung seiner Vorlesung über politische Theorien der Neuzeit, die er in den vergangenen Monaten an der PTH gehalten hat. Beginn ist um 17.00 Uhr im Hörsaal IV in der Wiener Straße 38. Die Veranstaltung ist öffentlich und wendet sich an alle Interessierte.

Mit seiner Vorlesungstätigkeit verstärkt Spindler die Philosophie an der Hochschule. Er hat in Wien Theologie studiert, zuvor hatte er ein Jus-Studium abgeschlossen. Der Pater wirkt als Seelsorger an der Theatinerkirche München. In seinen „Elementen einer politischen Ideengeschichte“ an der PTH handelt Spindler davon, wie zu Beginn der Neuzeit die Einheit von christlichem Glauben und politischer Ordnung auseinandergebrochen ist. Der Mensch habe versucht, den zerfallenen Kosmos autonom zu rekonstruieren. Der Gastprofessor stellt Denker wie Thomas Hobbes, John Locke, Montesquieu und Jean-Jacques Rousseau vor. Denkansätze werden diskutiert, die mit klangvollen, aber auch berüchtigten Namen verbunden sind: Kant, Hegel, Fichte, Marx, de Tocqueville, Max Weber, Carl Schmitt, Lenin, Stalin und Mao Tse-Tung. Spindlers Überblick über die verschiedenen Ansätze, die das menschliche Miteinander ganz unterschiedlich konzipieren, wird am Donnerstag nochmals die Problematik der Gestaltung von Staat und Gesellschaft eindrucksvoll aufleuchten lassen, die alle Menschen angeht.

Über seine Tätigkeit an der PTH in St. Pölten erklärte der Gastprofessor erst kürzlich in den „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN): „An der Hochschule gefällt mir, dass das hierarchische Gefälle flacher ist als an großen Universitäten – und man so leichter ins Gespräch kommt.“ Auch im kommenden Sommersemester wird Prof. Spindler Vorlesungen in der niederösterreichischen Hauptstadt halten.

Foto: NÖN/Daniel Lohninger