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Weltspartag und Wirtschaftskrise: Kirchliche, wirtschaftliche und politische Prominenz in St. Pölten

St. Pölten, 29.10.2015 (dsp) Den dringenden theologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen der Menschen in der vollen Breite und Tiefe nachzugehen, ist ein wesentlicher Auftrag der Hochschule unserer Diözese. Anlässlich des Weltspartags organisiert sie daher gemeinsam mit der NÖN erstmals eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaftskrise - Wirtschaftsethik in der Krise? Eine Rück- und Vorschau“ und bittet dafür Prominenz aus Kirche, Wirtschaft und Politik in das bischöfliche Sommerrefektorium. Dabei dient diese Veranstaltung als Pilot der Hochschule für eine künftige intensivere Beschäftigung mit wirtschaftethischen Fragen aus christlich-kirchlicher Perspektive. Veranstaltungspartner sind das Katholische Bildungswerk und die Katholische Aktion unserer Diözese.

Das Impulsreferat hält mit Nikolai de Arnoldi, Vorstandsmitglied der Nypo NÖ Gruppe, einer der zentralen Personen in der niederösterreichischen Bankwirtschaft. „Eine Bank ist der Entwicklungsbooster für Unternehmen, Private und dem öffentlichen Sektor. Durch Kredite, Absicherungsinstrumente und das internationale Netzwerk können Geschäfte sicherer und leichter durchführbar gemacht werden“, leitet de Arnoldi ein und schließt gleich an: „Ethische Grundsätze im Bankwesen zu beachten heißt nicht, grundsätzlich Bankgeschäfte zu verneinen. Es ist aber eine besondere Aufgabe den ethischen Nachhaltigkeitsgedanken in jede einzelne Transaktion und Geschäftsbeziehung einfließen zu lassen. Zu beachten ist aber, dass Ethik mit Nachhaltigkeit nicht gleichzusetzen ist.“

Mit ihm diskutieren:

Gregor Henckel Donnersmarck OCist, Altabt des Stiftes Heiligenkreuz, ehem. Manager bei der Speditionsfirma Schenker & Co. und Geschäftsführer von Schenker Spanien S.A.E. Er gilt in der katholische Kirche Österreich als einer der gefragtesten Experten zu Wirtschaftsthemen, seine Bücher „Reich werden auf die gute Art“ oder „ora @ labora“ sind Bestseller; Werner Kogler, Abgeordneter zum Nationalrat, stv. Klubobmann und stv. Bundessprecher der Grünen. Der studierte Volkswirt und Jurist mit einem fachlichen Schwerpunkt in theoretischer und angewandter Umweltökonomie ist Europa- und Finanzsprecher seiner Partei gilt er als einer der schärfsten Kritiker der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzsystems; Anton Burger, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensrechnung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Deutschland. Der Niederösterreicher studierte nicht nur Betriebswirtschaftslehre, sondern auch Rechtswissenschaften und Katholische Theologie und beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit Themen der Wirtschafts- und Unternehmensethik.

Die Diskussion moderiert Daniel Lohninger, NÖN-Chef vom Dienst.

Die Veranstaltung „Zum Weltspartag: Wirtschaftskrise - Wirtschaftsethik in der Krise? Eine Rück- und Vorschau“ fand am Donnerstag, 29. Oktober 2015, um 18:00 Uhr im Bischöflichen Sommerrefektorium statt.