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Eucharistie als „Lebensprinzip der Kirche“

Sr. Maria Lisa Haim

St. Pölten, 29.01.2015 (dsp) Die Kirche sei keine Organisation, sondern vielmehr „ein Organismus, der seine Mitte, sein Herz in der Eucharistie hat“. Das betonte Sr. Maria Lisa Haim von der „Familie Mariens“, die im Rahmen der diesjährigen „Thomasakademie“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten ihre Diplomarbeit zum Thema „Die Eucharistie als Lebensprinzip der Kirche“ präsentierte.

Von diesem „pulsierenden eucharistischen Herzen“ her würden alle Lebensvollzüge der Kirche auf fünf verschiedene Arten erfasst und belebt, so Haim. Als Kraft der Vergegenwärtigung, Kommunion und Kontemplation stärke sie das liturgische Handeln, als Kraft der Mission die Verkündigung und als Kraft der Nachahmung (Christi) das diakonische Leben. In diesem Sinne erscheine die Eucharistie „wahrhaft als principium vitae ecclesiae, als Lebensprinzip der Kirche, als Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“, wie es das 2. Vatikanische Konzil in „Lumen getium Nr. 11“ zusammenfasse.

Diese „Zentralstellung“ könne die Eucharistie nur haben, weil sie das Sakrament der Liebe sei, der Liebe, „die von Gott kommt und die Jesus seinen Jüngern als sein Gebot aufgetragen hat“, so Haim. „Die Eucharistie zeigt diese Liebe an, vergegenwärtigt sie und verwirklicht sie zugleich.“ Sie erfülle die Kirche für alle Zeiten mit Kraft, Hoffnung und Zuversicht, denn in und durch das eucharistische Mysterium sei es „gewiss, dass der Herr bei seiner Kirche bleibt und wirkt, alle Tage bis zum Ende der Welt“.