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Neutestamentler Prof. Josef Pichler gibt Buch über Ephesus als Ort frühchristlichen Lebens heraus

Univ.-Prof. Dr. Josef Pichler

St. Pölten, 28.12.2017 (dsp) Dr. Josef Pichler, Professor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten und an der Karl-Franzens-Universität Graz hat zusammen mit der Grazer Doktorandin Christine Rajič im Herbst 2017 – als 13. Band der Reihe „Schriften der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten“ – das Buch „Ephesus als Ort frühchristlichen Lebens. Perspektiven auf einen Hotspot der Antike“ herausgegeben. Der neue Band, der über den Buchhandel zu beziehen ist, enthält die Vorträge, die bei einem Studientag im Bildungshaus St. Hippolyt gehalten wurden.

Die antike Stadt Ephesus mit ihrer urchristlichen Tradition spielte für die Ausbreitung des frühen Christentums eine entscheidende Rolle. Ausgehend von methodisch innovativen Zugängen werden in den einzelnen Beiträgen dieses Buches einander ergänzende Perspektiven entwickelt. Dabei entsteht ein lebendiges Bild dieser antiken Metropole. Der Band gibt aktuelle Einblicke in das fruchtbare Gespräch zwischen Archäologie, Exegese und Patristik. Dabei werden Einsichten in zeit-, sozial- und wirkungsgeschichtliche Hintergründe sowie literarische Erinnerungen und theologische Reflexionen entfaltet.

Prof. Dr. Josef Pichler konnte für die Tagung bestens ausgewiesene Referenten, zum Großteil Professoren der Neutestamentlichen Wissenschaft, gewinnen. Die Publikation enthält folgende Beiträge: Peter Scherrer (Archäologie, Graz), Die Stadt der Jungfrau und der Apokalypse – Personen des Neuen Testaments in Ephesus? Eine archäologische Spurensuche (12-20); Stefan Schreiber (Augsburg), Paulus in Ephesus. Historische Probleme und literarische Erinnerungen (21-52); Martin Hasitschka SJ (Innsbruck), Die Lokalisierung des Johannesevangeliums (53-67); Thomas Söding (Bochum), Gottes Haus in der Welt. Das Bild der Kirche nach dem Epheserbrief (68-94); Josef Pichler, Zum Eheideal des Epheserbriefes im Kontext griechischer Sozialgeschichte (95-129); Martin Stowasser (Wien), Ephesus – frühchristliche Gemeinde in apokalyptischer Perspektive (Offb 2,1-7) (130-170); Konrad Huber (Mainz), Von Ephesus bis nach Laodizea. Topographie der Bewährung in den Sendschreiben der Johannesoffenbarung (171-202); Hilda Steinhauer (Patristik, St. Pölten), Johannes von Antiochien – Konzilsteilnehmer in Ephesus und Wegbereiter für Chalcedon (203-246).

Mit Recht stellen die Herausgeber fest, dass in der Exegese „Stadtkulturen neu entdeckt“ (S. 7) werden. In Ephesus hat im Jahr 431 auch das dritte ökumenische Konzil stattgefunden. Der Band gibt interessante Einblicke in ein wichtiges Forschungsgebiet neutestamentlicher Exegese.

Bibliographische Angaben:

Josef Pichler / Christine Rajič (Hg.), Ephesus als Ort frühchristlichen Lebens. Perspektiven auf einen Hotspot der Antike, (Schriften der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, Band 13), 248 Seiten, kartoniert, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2017, ISBN: 978-3-7917-2836-0;  25,70 Euro.