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Kooperation zwischen der PTH und dem Internationalen Theologischen Institut (ITI) in Trumau: Ein Erfahrungsbericht

Łukasz Skiba

St. Pölten, 20.11.2017 (dsp) Ich heiße Łukasz Skiba und bin katholischer Priester der Erzdiözese Wien. Im Sommersemester 2017 besuchte ich an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten das Seminar „Theologie des Leibes / Theologie der Liebe“ unter der Leitung des dortigen Moraltheologen Prof. Dr. Josef Spindelböck. Meine Seminarteilnahme erfolgte im Rahmen der Kooperation zwischen der PTH und dem ITI in Trumau, an dem ich damals studierte. Die Möglichkeit, dieses Seminar in St. Pölten zu besuchen, war für mich ein großes Geschenk. Ich möchte meine Erfahrungen ein wenig beschreiben.

Im Rahmen des Lizentiatsstudium in Trumau bereitete ich die Abschlussarbeit unter dem Titel „NaProTechnology – Infertilitätsbehandlung gemäß dem Plan Gottes“ unter der Leitung von Prof. Dr. Spindelböck vor. Die „NaProTechnology“ ist ein komplexes System der Begleitung, der Diagnostik und der Behandlung von Ehepaaren, die unter Unfruchtbarkeit leiden. Dabei werden die Ursachen der Unfruchtbarkeit erforscht, um den natürlichen Ablauf des Menstruationszyklus wiederherzustellen. Das Ziel besteht darin, dass die Eheleute ein Kind als Frucht der ehelichen Vereinigung empfangen können. Wenn dies nicht gelingt, werden sie zu einer möglichen Adoption eines Kindes begleitet. Ziel meiner wissenschaftlichen Arbeit war es, die „NaProTechnology“ im Lichte der „Theologie des Leibes“ von Papst Johannes Paul II. darzustellen.

Die Seminarteilnahme in St. Pölten war für mich unter verschiedenen Aspekten sehr fruchtbar und vorteilhaft. Ich konnte meine Kenntnisse der Theologie des Leibes vertiefen und sie mit anderen kirchlichen Dokumenten, wie z. B. „Amoris laetitia“, konfrontieren. Auch die Referate anderer Studenten waren für mich bereichernd. Die Studierenden unterschiedlichen Alters zeigten großes Interesse an der Theologie des Leibes, was für einen katholischen Priester sehr erfreulich ist. Der wöchentliche Besuch in St. Pölten ermöglichte mir, mit dem wissenschaftlichen Betreuer meiner Arbeit in ständigem Kontakt zu bleiben und so meine Studien zügig fortzusetzen. Nicht zuletzt war es äußerst wichtig, dass mir dieses Seminar als eine der verpflichtenden Lehrveranstaltungen des ITI angerechnet wurde. Ich hoffe, dass mein Beitrag auch für andere Seminarteilnehmer bereichernd war.

Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass meine Teilnahme an diesem Seminar von beiden Hochschulen absolut problemlos ermöglicht wurde. Das ist für einen Studenten sehr schön: nicht zahlreiche Formulare ausfüllen zu müssen, sondern einfach kommen und studieren zu können. Ich bin sehr dankbar, dass ich von der Kooperation der beiden Hochschulen profitieren konnte.